Interview neues Mitglied_TenneT

Wir dürfen noch ein weiteres neues Mitglied im Innovationsverein willkommen heißen: die TenneT TSO GmbH. Wir haben unsere zwei Ansprechpartner Dr. Johannes Böhner (Lead Digital and Process Excellence) und Axel Kießling (Head of Strategy & Partnerships | Digital & Flex Development) zu ihrem Unternehmen befragt und haben euch hier ihre spannenden Antworten mitgebracht:

Das Interview

Frage 1: Johannes, TenneT ist einer der führenden Übertragungsnetzbetreiber für Strom in Europa. Erzähl uns doch etwas mehr über dein Unternehmen!

TenneT ist einer der führenden Übertragungsnetzbetreiber für Strom in Europa mit Geschäftstätigkeiten in den Niederlanden und in Deutschland. Mit rund 23.500 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 42 Millionen Endverbraucher. Wir erzielen mit fast 5.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,1 Mrd. Euro.

Gleichzeitig sind wir einer der größten Investoren in nationale und grenzübergreifende Übertragungsnetze an Land und auf See, die die Energiewende ermöglichen. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft.

Frage 2: TenneT übernimmt eine soziale Verantwortung und entwickelte aus diesem Grund eine CSR-Politik. Könnt ihr uns darüber etwas erzählen?

Als führender europäischer Netzbetreiber setzen wir uns bei TenneT für eine sichere und zuverlässige Stromversorgung ein. Wir gestalten die Energiewende mit – für eine nachhaltige, zuverlässige und bezahlbare Energiezukunft. Neben den ökonomischen und ökologischen Aspekten der Nachhaltigkeit spielt vor allem das Soziale eine wichtige Rolle, denn Innovationen gedeihen nur in einem wertschätzenden Miteinander. Dies spiegelt sich auch in TenneTs Prinzipien Eigenverantwortung, Mut und Vernetzung wieder.

Frage 3: Johannes, was macht TenneT deiner Meinung nach innovativ?

Versorgungssicherheit ist in unserer regulierten Branche der Energiewirtschaft – und insbesondere im Übertragungsnetz – das höchste Gut. Daher spielt Innovation eine andere Rolle als in Branchen wie der Forschung oder der produzierenden Industrie, wo es häufig primär um Alleinstellungsmerkmale geht.

Für mich persönlich ist dieser Perspektivenwechsel besonders interessant, da ich bei quer.kraft bereits in früheren Funktionen bei einem anderen Mitgliedsunternehmen mitgewirkt habe. Innovation sollte bei uns stets netzdienlich sein. Als besonders innovative Beispiele bei TenneT möchte ich die Vielfalt der laufenden öffentlich geförderten Forschungsvorhaben gemeinsam mit Universitäten und Industriepartnern nennen. Im Fokus stehen hier unter anderem die Sektorenkopplung oder die Nordsee-Infrastruktur (Details siehe www.tennet.eu/de/unsere-kernaufgaben/innovationen).

In meiner aktuellen Rolle im Bereich Digital and Process Excellence liegt der Hauptfokus auf Prozessinnovation und Digitalisierung. Hier konnten wir im Rahmen unserer Mitgliedschaft bereits von dem Erfahrungsaustausch mit anderen Mitgliedsunternehmen, wie etwa zu Design Methoden, profitieren.

Frage 4: Vor welchen zukünftigen Herausforderungen steht TenneT aus deiner Sicht?

TenneT widmet sich dem sicheren Betrieb des Übertragungsnetzes und ebenso dem bedarfsgerechten Ausbau. Im Zuge der voranschreitenden Energiewende erfordert dies einerseits Wachstum und andererseits Effizienzsteigerung durch intelligente Prozesse und Digitalisierung. Dies erfordert unter anderem die zukunftsgerechte Anwendung von Methoden des Innovations- und Technologiemanagements. Daher engagieren wir uns gerne bei quer.kraft e.V.

Frage 5: Axel, warum sind aus deiner Sicht unternehmensübergreifende Partnerschaften und Austausch so wertvoll?

Wenn ich beispielsweise an die Energiewende denke, ist Sektorenkopplung ein wesentlicher Bestandteil zum Gelingen der Energiewende. Ein ganz konkretes Beispiel ist die Integration der Elektromobilität in das Stromnetz. Austausch ist hier ganz entscheidend, einerseits um bspw. die Ziele der jeweiligen Partner besser zu verstehen, andererseits aber auch um die technischen Merkmale eines Elektroautos zur Prozessrealisierung bewerten zu können.

Selbstverständlich gibt es auch allgemeine, branchenunabhängige Themen wie bspw. Innovationsmanagement, welches viele Unternehmen realisieren. Hier kann ein Austausch helfen, eigene Lösungswege zu optimieren oder auch mit anderen Unternehmen eigene „lessons learned“  zu teilen.

Frage 6: Johannes, du warst bereits vor deiner Arbeit bei TenneT im Verein aktiv. Was schätzt du am meisten an quer.kraft?

An quer.kraft schätze ich die familiäre und pragmatische Atmosphäre und die Möglichkeit, regional und branchenübergreifend mit Innovationsexperten Erfahrungsaustausch zu Methoden zu betreiben. Aktuell besonders bemerkenswert ist aus meiner Sicht die Tatsache, dass es quer.kraft als Verein der von der persönlichen Begegnung lebt, es geschafft hat, ein beinahe ebenso vertrauensvolles Miteinander in der virtuellen Kooperation zu etablieren. Dennoch freue ich mich darauf, Euch und neue Mitgliedsunternehmen nach der Pandemie auch mal wieder „in echt“ zu treffen.

 

Wir bedanken uns bei den beiden für das spannende Interview und heißen sie in diesem Sinne nochmal herzlich Willkommen bei quer.kraft!!💡

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