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Wir freuen uns sehr euch unser neues Mitglied – RAPA Automotive GmbH & Co. KG – vorstellen zu dürfen. Um den Mitgliedern einen besseren Eindruck von dem Unternehmen zu verschaffen, haben wir Werner Döhla (Berater der Geschäftsleitung für Innovationsmanagement) interviewt und euch seine Antworten hier mitgebracht:

Das Interview

Frage 1: Werner, Du bist Berater der Geschäftsleitung für Innovationsmanagement bei der RAPA Automotive GmbH & Co. KG. Erzähl uns doch etwas mehr über das Unternehmen!

Rapa wurde 1920 von Hans Rausch und August Pausch in Selb gegründet und ist heute zu 100% im Besitz der Familie Pausch.  Erste Produkte waren Schmelzsicherungen und Spannungsprüfer. Über Relais und Magnetventile für Industrie – und Haushaltsanwendungen gelang 1985 der Einstieg in die Automobilzulieferindustrie. Wir haben uns auf neue Anwendungen im Premiumsegment konzentriert und konnten uns seitdem als weltweit führender Entwicklungs- und Serienlieferpartner für Ventile und Ventilsysteme in der Cabrio Verdecksteuerung, der PKW Luftfederung sowie vollaktiven hydraulischen Fahrwerksregelungen etablieren. Seit 2012 ist Rapa auch in der Entwicklung und Serienfertigung von Motor-Pumpen Einheiten mit integrierter Elektronik erfolgreich aktiv. Das Unternehmen wurde 2020 zur Rausch und Pausch SE umgewandelt und wird von den Vorständen Karin Wolf und Dr. Roman Pausch geführt.

Frage 2: RAPA feierte im Jahr 2020 das 100. Jubiläum. Was versteckt sich hinter diesem Erfolg von RAPA?

Wir konnten über die lange Zeit immer vorausschauend auf sich ändernde Marktanforderungen reagieren und z.B. rechtzeitig aus der Installationstechnik aussteigen. Die Inhaberfamilie ist seit der Gründung in der Geschäftsführung aktiv tätig und traf immer zügig die Entscheidungen über wichtige Veränderungen. Das starke Wachstum nach der Finanzkrise 2008 war durch die Konzentration auf Nischen im Premiumsegment als Entwicklungs- und Serienlieferpartner möglich. Der bewusste Verzicht auf Primärteilefertigung und die simultane Entwicklung von Montage- und Prüftechnik ermöglicht die flexible Auswahl optimaler Fertigungsprozesse für Primärteile und die Einbindung spezialisierter Zulieferer. Langfristige Partnerschaften mit Kunden, die uns als Problemlöser schätzen und mit Lieferanten, die uns als fairen Partner erleben, sorgen für Stabilität.  Ein klares Bekenntnis zum Standort in Nordostoberfranken, attraktive Arbeitsplätze und die Konzentration auf Mitarbeiter aus der Region fördern die Identifikation mit dem Unternehmen und Mitarbeiterbindung.

Frage 3: Auf eurer Unternehmenswebseite steht, dass ihr Lösungsfinder und Innovationsschmiede seid. Was macht RAPA deiner Meinung nach so innovativ?

Der Kunde steht im Mittelpunkt des Handelns. Wir pflegen langjährige Partnerschaften.  Starke Kundenorientierung und die aktive Mitwirkung der Vorentwicklung in der Akquise, bereits bei ersten Kundenkontakten, ermöglicht Konzepte, die Kundenbedürfnisse bestens treffen. Die Vorentwicklung als starke eigenständige Abteilung mit strategisch ausgerichteten Zielen ermöglicht die gezielte Fokussierung auf neue Trends und Marktchancen und eine sehr ausführliche Konzeptfindungsphase. Eine Arbeitsatmosphäre, die Hochschulinstituten ähnelt, fördert Eigeninitiative und motiviert sich ständig weiterzubilden und zu entwickeln.  Die Firmenleitung unterstützt und forciert das Bestreben nach technischen Neuerungen und das frühzeitige Arbeiten an Zukunftslösungen. Seit einigen Jahren sind wir durch den Einsatz agiler Methoden nochmal deutlich flexibler und transparenter geworden.

Frage 4: Vor welchen zukünftigen Herausforderungen steht RAPA aus deiner Sicht?

  • Wir sind mitten im Aufbau einer eigenen Elektronikentwicklung, um smarte Produkte mit integrierter Elektronik auch für große Projekte komplett im Hause entwickeln zu können. Die Rekrutierung und dauerhafte Bindung kompetenter Mitarbeiter, im Wettbewerb mit vielen Großunternehmen, ist dafür aktuell die schwierigste Aufgabe.
  • Durch die Corona-Pandemie ist der regelmäßige, persönliche Austausch mit unseren Standorten in Auburn / USA und Shanghai / China zwangsweise zum Erliegen gekommen. Ein Auseinanderleben muss hier dringend vermieden werden.
  • Der Wandel zum Elektroantrieb wird viele Hersteller unter Druck setzen neue Produkte anzubieten und den Druck auf Komponentenhersteller erhöhen. Wir wollen uns deshalb verstärkt in die Rolle als System- oder Teilsystemintegrator hinein entwickeln.
  • Die geplante Diversifikation in Industrie und Medizinanwendungen erfordert zunächst umfangreiche Vorleistungen und – Investitionen.

Frage 5: Wir haben noch eine persönliche Frage an dich! Was erhoffst du dir durch die Mitgliedschaft bei quer.kraft?

  • Hoffentlich bald wieder persönliche Treffen an meinem Studienort in Nürnberg.
  • Erfahrungsaustausch und Anregungen aus dem großen quer.kraft Netzwerk.
  • Viele interessante Arbeitskreise und Veranstaltungen mit Anregungen zum weiteren Ausbau der Innovationsfähigkeit bei Rapa.

Wir danken Werner für das interessante Interview und heißen das Unternehmen in diesem Sinne ganz Herzlich Willkommen in unserem Innovationsverein! 💡

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