Avient

quer.kraft darf wieder mal ein neues Mitglied im Innovationsverein willkommen heißen: die Avient Corporation. Wir haben unsere Ansprechpartner Chun-Yip Pang (Global Innovation and Business Scouting Manager) und Jan Sueltemeyer (Global Sustainability Leader ) zu ihrem Unternehmen befragt und haben euch ihre Antworten hier mitgebracht.

Das Interview

Frage 1: Erzählt uns doch etwas über euer Unternehmen. Was macht ihr? Was macht euch aus?

Avient mit US$4.6 Mrd. Umsatz und 8.400 Mitarbeitenden wurde Mitte 2020 von der Polyone bei der Übernahme der Business Unit Masterbatches von der Clariant gegründet. Das neue Unternehmen gehört als Zulieferer der Kunststoffindustrie zu den Marktführern im Bereich Einfärbung und Additivierung von thermoplastischen Kunststoffen sowie im Bereich der Compound Entwicklung. Daneben betreibt die Avient noch Kunststoffdistribution und bietet Lösungen für Druckfarben.

Man findet Produkte mit unseren Lösungen in fast allen Bereichen der Kunststoffverarbeitung. Wir sind in diesem Sektor von der einfachen Verpackung bis hin zu komplexen Kunststoffteilen in der Automobilindustrie oder Medizinprodukte vertreten. Im Alltag findet man in jedem Supermarkt Produkte mit Lösungen von uns in den Regalen.

Insbesondere zeichnet uns die globale Ausrichtung mit z.B. ca. 85 Produktionsstandorten im Bereich Color, Additive and Inks aus. Daneben spielte bei uns schon früh Nachhaltigkeit eine große Rolle, in dem wir z.B. bei Innovationen immer auf die Aspekte der Nachhaltigkeit geachtet haben.

Frage 2: Woher kennst du bzw. ihr quer.kraft? Was hat euch dazu bewegt Mitglied zu werden?

Chun-Yip: Von quer.kraft habe ich im Rahmen meines MBA Studiums an der FAU gehört und habe relativ schnell Kontakte mit Mitgliedern gehabt. Wir denken, dass eine Vernetzung in einer Organisation wie quer.kraft uns stärker mit unterschiedlichen Industrien verbinden kann, die uns für neue Ideen und Lösungen inspirieren bzw. wir von Erfahrungen anderer Mitglieder profitieren können. Zudem glauben wir, dass auch unsere Erfahrungen für andere Mitglieder interessant sind. Kurz voneinander lernen und daraus Neues gestalten!

Frage 3: Euer Motto lautet unter anderem „Challenge Accepted“. Welche Herausforderungen löst ihr? Und was macht euch dabei so innovativ?

Die erste Herausforderung bei uns ist sicherlich das Zusammenwachsen zweier Organisationen. Aber die größte Herausforderung ist für uns sicherlich mit dem Thema Nachhaltigkeit verbunden. Insbesondere Kunststoffe als Werkstoff in Kreisläufe zu integrieren und Abfall zu vermeiden, gehört zu der wichtigsten Aufgabe in unserer gesamten Industrie.
Uns macht besonders innovativ unsere globale Ausrichtung, das bedeutet, dass wir uns fast täglich mit unterschiedlichen Kulturen und Denkweisen auseinandersetzen. Wir bekommen durch unsere Kollegen und Kunden aus aller Welt schnell Feedback und können unterschiedliche Perspektiven schnell in unsere Entwicklungen einbinden. Daneben sind wir lokal relativ agil aufgestellt und können auch schnell neue Ideen auf ihre Umsetzbarkeit überprüfen.

Frage 4: Nachhaltigkeit spielt in eurem Unternehmen eine große Rolle. Wie geht ihr das Thema Nachhaltigkeit an? Was macht euch nachhaltig?

Zum einen gibt es natürlich die Unternehmensstrategie, in der Ziele für Nachhaltigkeit definiert sind. Wichtig daneben ist es auch zu verstehen, was Nachhaltigkeit für die unterschiedlichen Bereiche bedeutet und diese bei z.B. Produktentwicklungen mitzuberücksichtigen. Dabei sind die verschiedenen Perspektiven ganzheitlich zu betrachten, um nicht ein Problem zu lösen, aber dann ein anderes zu verstärken.

Uns macht dabei besonders nachhaltig, dass wir bedingt durch unsere Unternehmenskultur Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Stakeholdern inner- und außerhalb unserer Value Chain gewöhnt sind. Wir haben gelernt unterschiedlichen Seiten zuzuhören und nicht nur unsere Interessen in dem Mittelpunkt zu stellen bzw. durchzusetzen.

Frage 5: Zum Schluss noch eine persönliche Frage an dich: Was bedeutet für dich „Herausforderungen innovativ lösen“?

Chun-Yip: Neugierig zu bleiben und Neues auszuprobieren, andere Meinungen zuzulassen und auch zu folgen, auch wenn man es eventuell nicht nachvollziehen kann. Sich mit Themen außerhalb des Fachgebietes auseinanderzusetzen, auch wenn diese am Anfang nicht ins eigene Bild passen. Stehvermögen, wenn die Idee nicht gleich ankommt, aber auch schnell zuzugeben, wenn man mal falsch lag.

 

Wir danken den beiden ganz herzlich für das Interview und heißen sie in diesem Sinne nochmal herzlich Willkommen im Verein!!💡

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