Der Arbeitskreis Lean ist schon lange ein erfolgreicher Bestandteil unseres Vereins. Unsere AK-Leiter Yvonne Keller und Henrik Trettin, welche im Jahr 2021 zum ersten Mal gemeinsam die Leitung übernommen haben, erzählen in diesem kurzen Interview mehr über die spannenden Aufgaben in den Treffen und über sich selbst.

Ein Interview mit Yvonne und Henrik

 

Frage 1: Könnt ihr uns kurz etwas über euch zwei erzählen? In welchem Unternehmen
arbeitet ihr und wie lange seid ihr schon bei quer.kraft?

Yvonne: Ich arbeite bei der Firma DEHN seit 2016 und leite dort die Abteilung Lean- und Ideenmanagement. Seit 21 Jahren begleitet mich Lean Management und es wurde zu meiner Passion, weil ich große Freude daran habe, Menschen bei Veränderungen zu begleiten und gemeinsam die beste Lösung für alle zu entwickeln und vor allem das Leben leichter zu gestalten und das Funkeln in den Augen der Mitarbeiter zu sehen.

Henrik:Ich bin seit Dezember 2019 bei der Firma Bock und leite die Abteilung Lean Management. Das Thema Lean beschäftigt mich bereits seit über 18 Jahren und ich bin auch heute noch davon begeistert, wenn der Funke übergesprungen ist und Mitarbeiter das Thema kontinuierliche Verbesserung aktiv leben. Lean ist dabei für mich eine Unternehmenskultur in die kontinuierliche Verbesserung überall, durch jeden und jeden Tag gelebt wird. Über Prof. Dr. Alexander Brem (Stv. Vorsitzender) und meinem ehemaligen Arbeitgeber VEND consulting bin ich 2011 zum ersten Mal mit quer.kraft in Berührung gekommen.

 

Frage 2: Was hat euch dazu ermutigt den AK zu leiten?

Yvonne: Weil ich es großartig finde, mich mit anderen über Erfahrungen auszutauschen oder auch gemeinsam neue Ansätze zu entwickeln. Lean ist auch eine Art der Unternehmensphilosophie und man lernt nie aus.

Henrik: Sich unkompliziert mit Gleichgesinnten uneingeschränkt zu einem Fachthema austauschen zu können, ist für jeden Teilnehmer lehrreich, egal ob bei der 1. Teilnahme oder als „alter Hase“. Die verschiedenen quer.kraft Formate machen diesen Austausch möglich, daher mein Engagement.

 

Frage 3: Wieso ist Lean heutzutage so wichtig?

Yvonne: Lean ist nichts anderes als die strukturierte Anwendung von Methoden und Tool und der Umsetzung des gesunden Menschenverstandes, das war schon immer wichtig und wird bei der steigenden Komplexität in der zukünftigen Arbeitswelt immer wichtiger. Lean ist auch ein Enabler, wenn es um Digitalisierung geht. Ohne Lean keine erfolgreiche Digitalisierung und wichtig – nicht alles lässt sich digitalisieren, sodass die Philosophie von Lean weiterhin der entscheidende Faktor ist, Unternehmenskulturen und die Zusammenarbeit von uns Menschen nachhaltig und lösungsorientiert zu gestalten.

Henrik: Ich weiß nicht ob Lean heutzutage so wichtig ist oder sogar wichtiger geworden ist.  aber  ein strukturierter Ansatz der dabei hilft, ein Umfeld zu schaffen, in dem der Kaizen Gedanke („Veränderung zum Besseren“) durch alle Mitarbeiter eines Unternehmens gelebt werden kann, hat sich meiner Erfahrung nach als Wettbewerbsvorteil erwiesen. Nur wenn Lean (Operational Excellence, KVP, Kaizen, …) als ein ganzheitliches Managementsystem
verstanden und erfolgreich eingeführt wird, können Unternehmen rentabler arbeiten, sind flexibler, schneller und somit krisenfester. Leistungsfähigerer Prozesse, bessere Qualität, zufriedenere Mitarbeiter usw. sind alles Dinge die dafür sorgen, dass das gesamte Unternehmen leistungs- und wettbewerbsfähiger wird. Von diesem Standpunkt aus, war Lean also schon immer wichtig.

 

Frage 4: Welche zukünftigen Themen wollt ihr gerne im AK besprechen?

Yvonne: Alles was uns bewegt.

Henrik: Der AK lebt vom Input und dem Engagement seiner Teilnehmer, sodass diese auch die Themen bestimmen. Eines der nächsten Themen wird sicherlich jedoch der Umgang mit den aktuellen Herausforderungen der letzten Monate (Corona-Pandemie, Auftragseinbrüche/- plus, Kurzarbeit, …) sein. Dabei sind folgende Fragestellungen sicherlich für alle AK Teilnehmer interessant:

  • Haben die Herausforderungen das Thema Lean in den einzelnen Unternehmen ausgebremst oder beschleunigt
  • Wie wurden ganz praktische Probleme wie z.B. Shopfloor Management versus Infektionsschutzmaßnahmen in den einzelnen Unternehmen gelöst?

 

Frage 5: Yvonne, du bist ja schon seit Anfang des Jahres als AK-Leitern tätig. Was motiviert
dich an diesem Arbeitskreis? Wie empfindest du die Gruppe?

Ich finde den Austausch sehr hilfreich, ein Netzwerk außerhalb des Unternehmens, sodass man über Erfahrungen sprechen kann oder auch bei Fragestellungen mal unternehmensunabhängige fragen kann, neue Sichtweisen kennenlernt und immer wieder neue Impulse bekommt.

 

Frage 6: Nun noch eine persönliche Frage an euch zwei. Inwieweit hat der Verein euch
persönlich geprägt?

Yvonne: Mich persönlich hat der Verein nicht geprägt, es ist für mich eine Plattform für den Austausch, aber auf persönlicher Ebene prägt mich der Verein nicht. Um mich persönlich weiterzuentwickeln bedarf es auch persönlicher Anliegen, wir arbeiten in dem Kreis auf fachlicher Ebene.

Henrik: Der Verein begleitet mich mal mehr, mal weniger intensiv seit meinem Studium. Neugierig bleiben, über den eignen Tellerrand hinausschauen und Voneinander Lernen sind Themen, die quer.kraft immer wieder in Erinnerung ruft.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den beiden AK-Teilnehmern für ihre Zeit und sind gespannt auf das nächste AK-Treffen!?

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