Willkommen im Innovationsnetzwerk, FAU EAM!
Wir freuen uns sehr, euch wieder ein neues Mitglied aus der Wissenschaft vorzustellen: FAU EAM – ein Forschungszentrum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).
Damit ihr unser neues Fördermitglied besser kennenlernen könnt, haben wir natürlich auch diesmal ein spannendes Willkommensinterview für euch vorbereitet – mit unserem Ansprechpartner Dr. Andreas Späth.
Viel Spaß beim Lesen!
Das Interview
Frage 1: Erzähl uns doch etwas über das FAU Competence Center Engineering of Advanced Materials: Was macht eure Einrichtung aus und wofür steht ihr innerhalb der FAU und der internationalen Forschungslandschaft?
FAU EAM ist ein Forschungszentrum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und sieht sich als eine fakultätsübergreifende Plattform für die Forschungsaktivitäten in den Bereichen neue Materialien und Prozesse. Über unsere Units stellen wir vielfältige Forschungsinfrastruktur zur Verfügung und ermöglichen Anschub für neue Forschungsinitiativen in einem der Schwerpunktbereiche der FAU.
Frage 2: Welche aktuellen Herausforderungen beschäftigen euch in der Forschung zu neuen Materialien und Prozessen – insbesondere im Spannungsfeld von technologischen Durchbrüchen, nachhaltigen Lösungen und industrieller Anwendung?
Im Umfeld von FAU EAM haben sich starke Expertisen herausgebildet, z.B. in den Bereichen funktionelle Nanopartikel, 2D-Materialien, Grenzflächenprozesse, Additive Fertigung und daten- bzw. simulationsgetriebene Materialentwicklung. Diese Schwerpunkte entwickeln wir weiter. Künftige Funktionsmaterialien werden komplexe Input-Output-Logiken haben, künstliche Intelligenz spielt eine zunehmende Rolle in der Material- und Prozessentwicklung. Die frühzeitige Berücksichtigung nachhaltiger und resilienter Rohstoffe und Prozesse ist schon in der Grundlagenforschung sehr relevant. Der Transfer unserer Ergebnisse in Wirtschaft und Gesellschaft muss stärker in den Fokus rücken.
Frage 3: Das Competence Center vereint Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus vielen Disziplinen. Welche Rolle spielt diese interdisziplinäre Zusammenarbeit, um neue Materialien und innovative Prozesse erfolgreich zu entwickeln?
FAU EAM vereint Forschende aus den Departments Werkstoffwissenschaften, Maschinenbau, Chemie- und Bioingenieurwesen, Chemie, Physik, Mathematik, Data Science, Informatik, Geologie und aus der Medizin. Alle diese Bereiche spielen eine wichtige Rolle. Dieses umfangreiche interdisziplinäre Zusammenspiel von Simulation, Grundlagenforschung, Charakterisierung und Implementierung ist ein entscheidendes Alleinstellungsmerkmal von FAU EAM. Dies ist die optimale Voraussetzung für die Entwicklung neuer Materialien und Prozesse. Dabei ist es wichtig, dass auch Experten aus den intendierten Anwendungsbereichen von Anfang an eingebunden sind. Nur so können sich die Forschenden entlang der ganzen Entwicklungslinie immer wieder austauschen und geistig befruchten.
Frage 4: Das FAU EAM versteht sich als Hub für exzellente Material- und Prozessforschung. Was macht euch dabei besonders erfolgreich und welche besonderen Stärken bringt eure Forschungsinfrastruktur in gemeinsame Projekte mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie ein?
FAU EAM greift auf einen großen Erfahrungsschatz zurück. Unsere Mitglieder forschen bereits seit vielen Jahren gemeinsam Hand in Hand und sind dabei in aktuellen Forschungsprojekten und Einrichtungen sehr aktiv involviert. Außerdem sind unsere Infrastruktureinheiten sehr gut ausgebaut, etwa das Zentrum für Nanoanalytik und Elektronenmikroskopie mit umfassenden Analysegeräten und zugehöriger Expertise, oder das Center for Computational Advanced Materials and Processes, welches methodisches Know-How bündelt und eng mit dem Erlangen National High Performance Computing Center zusammenarbeitet. Unsere Einrichtungen sind forschungsstark und können wichtige Methodenkompetenzen in komplexe Forschungsprojekte einbringen. Das gilt natürlich auch für Transferprojekte mit industriellen Partnern.
Frage 5: Was hat euch dazu bewegt, Teil von quer.kraft zu werden, und welche Impulse erhofft ihr euch aus dem Austausch im Innovationsnetzwerk?
Wir sehen in quer.kraft ein schlagkräftiges Netzwerk aus industriellen und akademischen Partnern, das uns dabei helfen kann, Transferprojekte anzustoßen, aber auch neue Ideen am Bedarf zu entwickeln und zu evaluieren.
Frage 6: Zum Abschluss eine persönliche Frage: Was bedeutet Innovation für euch persönlich – und welche Bedeutung hat sie für die zukünftige Entwicklung von Materialien und Technologien?
Eine Erfindung oder Entwicklung wird erst zur Innovation, wenn sie auch erfolgreich in Anwendungen implementiert worden ist. Unsere Units und Mitglieder aus den Anwendungsbereichen sind hierbei bereits sehr erfolgreich. Trotzdem wollen wir uns weiterentwickeln und das Potenzial unserer Forschung immer besser ausschöpfen.
Wir bedanken uns herzlich bei Andreas für das spannende Interview und heißen das FAU EAM nochmals ganz offiziell willkommen. Wir freuen uns sehr auf die gemeinsame Zeit!



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